Lehrerfortbildung „Videoarbeit in der Schule“ und ihre Folgen

Rostock: 7 LehrerInnen stellten sich von Mitte August 2012 bis direkt vor Weihnachten 2012 in einer Fortbildung 11 mal 3 Stunden dem Thema: „Wie erstelle ich selber einen Film von A bis Z“. Das Ergebnis wurde am 19.02.2013 bei rok-tv ausgestrahlt und schon vielfach angeklickt unter http://www.youtube.com/watch?v=4gyFCS5uFXQ sowie  http://www.mmv-mediathek.de/sendungen/rok-tv/7999-online_generation_2.0_ein_gewoehnlicher_abend.html

 Ein fünfminütiger Film ist – bei näherem Lichte besehen – nämlich ein echtes Großprojekt. Es gilt, eine zündende Idee zu finden und sie in eine spannende Handlung zu packen. Dann kommen die technischen Fertigkeiten an der Kamera mit ausdrucksstarken Bildern und gutem Ton bei passender Ausleuchtung. Schließlich müssen am Computer aus extrem viel Roh-Filmmaterial genau die Sekunden gefunden und zusammen montiert werden, die am besten der eigenen Filmaussage dienen. Und kurz vor dem Rendern steigt die Sorge, ob das eigene Filmergebnis dem Publikum auch gefallen wird.

 

Das Lehrerteam unter der Leitung von Dr. Ulrike Möller und Manuela Morlok hat diese Hürden genommen und sich bemerkenswert entwickelt. Ein kreatives und persönliches Arbeitsklima  machte es den Lehrern leicht, sich jeden Donnerstag von 15.00 bis 18.00 Uhr nach einem langen Schultag  auf ein komplett neues Handlungsfeld zu begeben. Die Teilnehmer genossen die  kreative Atmosphäre in den Räumen des Kooperationspartners rok-tv und die entgegenkommende Unterstützung bei allen technischen Fragen. Alle schüttelten den Schulstress ab und brachten sich 3 Stunden lang ein. Sogar zwischen den Terminen wollten sie sich ausprobieren: Sie erstellten in Einzelarbeit 3 verschiedene Vorfassungen aus dem  Rohmaterial – interessant und lehrreich für alle Beteiligten war, wie vielfältig das gleiche Material dramaturgisch und ästhetisch durch unterschiedliche Menschen gedeutet werden kann. Die Endfassung schließlich ist das Ergebnis eines konstruktiven und spannenden gemeinsamen Auswahl- und Bearbeitungsverfahrens.

Der Inhalt des Filmes ? Nun:

Die Online-Generation 2.0 – Ein gewöhnlicher Abend?

Feierabend. Eine Frau kommt abends nach Hause, ihr Mann ist schon da und freut sich Online-Generation 2.0auf einen gemütlichen Abend zu zweit oder später vielleicht auch mit Freunden. Sie muss nur noch „schnell“ an den Computer. Es kommt, wie es kommen muss: Sie verliert sich in der virtuellen Aufgabe (Welt), er wartet, die Zeit vergeht ….  Ist „Lost in space“ eigentlich eine Frage des Alters?

Die Fortbildung, die im Rahmen des Schulversuchs „Audit – Auf dem Weg zur Medienschule“ durch die Medienpädagogische Beraterin des Staatlichen Schulamtes Rostock, Dr. Ulrike Möller und ihre außerschulische Regionalkoordinatorin der LAG Medien, Manuela Morlok geleitet wurde, diente beileibe keinem Selbstzweck. Die LehrerInnen sollten in einem ersten Schritt in alle Ruhe und Ausführlichkeit die Faszination, die Chancen aber auch die Tücken des Filmemachens erkennen, um sie dann in einem zweiten Schritt mit ihren Schülern gemeinsam zu durchlaufen. Natürlich auch dann mit Begleitung und „Airbag“ durch die bewährten Kooperationspartner Schulamt, rok-tv und außerschulischem Partner.

Dieses Vorgehen hat sich bereits bewährt: 5 Fortbildungs- und Gemeinschaftsprojektdurchläufe hat es bisher gegeben, etliche Schülerfilme sind entstanden, so manche wurde in Wettbewerben prämiert und viele Lehrer arbeiten in ihren Schulen aktiv selbstständig  auf diesem wichtigen Gebiet der Medienkompetenzentwicklung ihrer Schüler weiter.

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